ABRIEBTEST VERDEUTLICHT QUALITÄTSUNTERSCHIEDE

Auf der A+A in Düsseldorf stellten wir verschiedene Materialien und Handschuhmodelle bei einem Abriebtest auf die Probe. Die Ergebnisse dürften vor allem für Beschäftigte interessant sein, die ihre Hände bei der Arbeit vor Verletzungen durch mechanische Einflüsse schützen müssen – etwa in der Produktion, bei der Montage oder der Wartung, beim Verladen oder Sortieren. Je nach Arbeitsplatz und dazugehöriger Gefährdungsbeurteilung müssen die Handschuhe nach der Norm EN 388 unterschiedliche Leistungsstufen erreichen. Dabei geht es neben der Schnitt-, Weiterreiß und Durchstichfestigkeit eben auch um die Abriebfestigkeit. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Qualität der eingesetzten Materialien und damit für die Haltbarkeit der Schutzhandschuhe. Die Bestimmungen zur EN 388 wurden kürzlich aktualisiert.

Der Abriebtest ist Bestandteil der Norm-Prüfung EN 388 und wurde nach deren Aktualisierung nochmals verschärft. Denn die deutschen Prüfinstitute haben sich darauf verständigt, dass sie nur noch Schmirgelpapier der Sorte „Klingspor PL31B Grit 180“ einsetzen. Zuvor war die Produktionsstätte für das bisher verwendete normkonforme Schmirgelpapier von Oakey nach Fernost verlagert worden, was starke Qualitätsschwankungen zur Folge hatte. Die Qualität des neuen Schmirgelpapiers ist zuverlässiger.

Bei den Tests lassen die Institute kreisförmige Prüfmuster bei einem festgelegten Druck – er darf minimal 8,8 und maximal 9,2 Kilopascal betragen – von dem Schmirgelpapier abreiben. Die Abriebfestigkeit wird als die Anzahl der bis zum Durchbruch erforderlichen Zyklen bestimmt. Das heißt, es wird so lange abgerieben, bis das Prüfmuster so abgenutzt ist, dass ein Loch entsteht. Die Ergebnisse fallen mit dem neuen Schmirgelpapier um durchschnittlich 500 Zyklen schlechter aus. Die Hürde, eine hohe Leistungsstufe zu erreichen, ist für die Handschuh-Modelle nach den neuen und nochmals strengeren Kriterien also noch höher als früher.

Eigenes Testlabor verbessert die Entwicklungsarbeit
In unserem hauseigenen Labor führen wir regelmäßig selbst diverse Überprüfungen durch. Neben Abriebtests und Stichtests analysieren wir das Brennverhalten oder ermitteln chemische Bestandteile. Bei den Abriebtests, die wir auch live auf der A+A durchführten, zeigte sich zum Beispiel, dass die von uns genutzten Materialien oftmals ein Vielfaches des Normwertes erreichen, der der höchsten Leistungsstufe entspricht.

Wir testen nicht nur Produkte in einer laufenden Qualitätskontrolle, sondern auch verschiedenste Materialien. Da wir die Textilien oder Beschichtungen oft selbst entwickeln oder mitentwickeln, ermöglicht es das eigene Labor, zuverlässige Ergebnisse dieser Entwicklungsarbeit unmittelbar zu nutzen.

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