GUT KOMBINIERT: SCHNITT- UND CHEMIKALIENSCHUTZ

Wer einen Arbeitsplatz hat, an dem er sich in die Hand schneiden kann, braucht einen Handschuh mit ausreichendem Schnittschutz. Wer mit Chemikalien hantiert, sollte sich davor ebenfalls mit einem passenden Handschuh schützen. Doch was machen Beschäftigte, die beides gleichzeitig benötigen? Branchenkenner berichten davon, dass manche tatsächlich zwei Handschuhe übereinander tragen. Selbst die Variante „Chemikalien-Handschutz mit Lederlappen umwickelt“ soll es schon gegeben haben, um sich beim Umgang mit gefährlichen Stoffen und scharfen Materialien nicht zu verletzen. Für Dieter Petri, Sicherheitsfachkraft bei der Friedola 1888 GmbH, war klar, dass es für seine Kollegen definitiv bessere Lösungen geben musste.

Dieter Petri begann 1975 als Schlosser in der Instandhaltung beim hessischen Traditionsunternehmen Friedola. Damals trug er eher unhandliche Lederhandschuhe. „Ein Schutzgefühl vermittelten die Modelle zwar schon, dafür ließ der Tragekomfort doch sehr zu wünschen übrig“, sagt er rückblickend. Vor vierzig Jahren habe man eben noch nicht die Erfahrungen von heute gehabt, und sowohl Arbeitsstoffe als auch Handschuhmaterialien seien weniger erforscht gewesen. Seit 1996 ist Petri nunmehr selbst Sicherheitsfachkraft bei dem in Meinhard-Frieda ansässigen Kunststoffverarbeiter. Das Unternehmen stellt unter anderem Spezialfolien zur Schwimmbadauskleidung her, produziert hochwertige und langlebige Tischdecken, Fußbodenbeläge und andere innovative Erzeugnisse im Heim- und Freizeitbereich sowie für verschiedene technische Anwendungen.

Auf die Sicherheit der Mitarbeiter legt die heutige Geschäftsführung viel Wert, weiß Petri. Er sah sich nun mit der Herausforderung konfrontiert, den Schnittschutz an den Arbeitsplätzen zu optimieren: „Eine Aufgabe, die Spaß macht und vor allem sinnvoll und wichtig ist.“ Wir haben Cuttermesser im Einsatz – und auch Rakel. Also messerartig geschliffene Stahlbänder, die an den Walzen von Druckmaschinen die Farbe abstreifen“, erklärt Petri. „Die müssen natürlich geputzt werden, wenn ein Farbwechsel ansteht.“ Dabei besteht ein erhebliches Risiko, Schnittverletzungen davonzutragen. Um dies zu minimieren, kamen bislang herkömmliche schnitthemmende Handschuhmodelle zum Einsatz. „Die waren aber nicht resistent genug gegenüber dem Lösemittel. Darum war es mit dem Schnittschutz allein nicht getan“, sagt Petri.

Als Sicherheitsfachkraft weiß er, dass häufiger Kontakt mit Wasser, chemischen Reinigungsmitteln, Lösemitteln oder anderen belastenden Substanzen wie Ölen und Schmutz die Beschäftigten besonders anfällig für Hautkrankheiten machen. „Die gehören ja zu den häufigsten Berufskrankheiten überhaupt.“ Das Tragen von passenden Schutzhandschuhen schützt die Haut vor Belastungen und mindert das Risiko, an einem Hautekzem zu erkranken. Die Modelle müssen daher flüssigkeitsdicht und mechanisch stabil sein. Ein verlängerter Schaft verhindert das Eintreten von Flüssigkeiten. Dieter Petri wurde klar: „Wir brauchten eine Kombi-Lösung.“

Hoher Tragekomfort sorgt für hohe Akzeptanz bei der Belegschaft
Über einen Newsletter wurde Petri auf Seiz aufmerksam. Wir bieten unter anderem Modelle an, die zum einen die Schnitte von Messern hemmen und zum anderen gegen die eingesetzten Lösemittel beständig sind. Petri schickte uns Sicherheitsdatenblätter, wo genau geprüft wurde, was ein Modell für den Einsatz bei Friedola leisten können muss. Zudem besuchte Seiz‘ Außendienstmitarbeiter Kay Wurst das Unternehmen, sah sich die Maschinen und Arbeitsplätze an – und empfahl letztlich das Modell „Diptex Chem 552“. Nun stand ein Probetragen an. Dieter Petri testet gerne selbst, bevor er Modelle den Mitarbeitern aushändigt, „damit ich auch weiß, wovon ich spreche“. Und die Sicherheitsfachkraft probierte den Handschuh nicht nur am vorgesehenen Einsatzort aus, sondern auch im Büro. „Selbst Schreibtätigkeiten haben sich angenehm angefühlt. Das ist wichtig, denn wenn Handschutz zu steif ist und die Beweglichkeit einschränkt, wird er kaum akzeptiert.“

Guter Grip, robust und dicht – und gleichzeitig flexibel
Sein Kollege Denny Lofing, der wie rund 30 weitere Mitarbeiter an einem entsprechenden Arbeitsplatz tätig ist, und das Kombi-Modell aus Schnitt- und Chemikalienschutz ebenfalls testete, akzeptierte. „Er ist sehr zufrieden“, sagt Petri. „Der Handschuh erlaube eine gute Beweglichkeit und schütze trotzdem gegen das Lösungsmittel und gegen Schnitte.“ Auch mit dem Grip des Diptex Chem 552 war man bei Friedola zufrieden, das zeigte sich im Test beim Umgang mit öligen und nassen Teilen. Der Diptex Chem 552 ist ein 18 Gauge Nylon Liner, der über eine dreifache Nitrilbeschichtung und eine griffige Handinnenfläche verfügt. Insgesamt kommt das Modell bei den mechanischen Schutzeigenschaften bezüglich Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißfestigkeit und Durchstichfestigkeit nach der EN 388 auf die Werte 4-3-4-3. Er ist ebenfalls flüssigkeitsdicht nach EN 374 und auf n-Heptan, 40-prozentiges Natriumhydroxid und 96-prozentige Schwefelsäure getestet.

Die Werte zu den entsprechenden Normen finden sich mit dazugehörigen Piktogrammen am Etikett oder auf dem Handschuh-Schaft. „Das Modell enthält keine Substanzen, von denen bekannt ist, dass sie Allergien hervorrufen. Das ist natürlich ebenfalls wichtig“, sagt Petri. „Er ist sehr robust und passt sich dennoch flexibel der anatomischen Handform an.“ Die Ergonomie und der Erhalt der Fingerfertigkeit – „darauf legen wir bei der Entwicklung von Handschutz-Modellen auch großen Wert“, bestätigt Seiz-Mitarbeiter Kay Wurst. Und er gibt noch einen wichtigen Hinweis: „Die passende Handschuhgröße ist wichtig für die Schutzfunktion. Deswegen sollten Beschäftigte das Modell immer erst Probetragen und im Arbeitsalltag testen, ob es auch bequem ist.“

Dieter Petri hat es also richtig gemacht – und sich direkt um einen weiteren Arbeitsbereich gekümmert: Für den Hitzeschutz fertigten wir eigens für Friedola ein neues Produktmuster, das temperaturbeständig wie die herkömmlichen dicken Handschuhe ist, aber dank moderner Textilfasern weniger steif, dafür griffiger und mit extra langer Stulpe zum Schutz des Unterarms. Diese Kooperation trägt also weiter Früchte, stets im Sinne der Arbeitssicherheit.

Quelle: INDUSTRIEBEDARF 04/2018

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