SCHUTZHANDSCHUHE AUF DEM BAU

Auf Baustellen geht es oft rau zu. Je dicker und fester die Bestandteile von Handschutz konzipiert sind, desto sicherer für diesen Einsatzbereich – lautet der Irrglaube. Denn sind Schutzhandschuhe für den Bau, wo jeder Handgriff sitzen muss, zu dick oder zu steif, leidet die Fingerfertigkeit der Nutzer. Außerdem sind solche Handschuhe kaum bequem und wenig komfortabel. Ergonomie und Sicherheit müssen heute kein Widerspruch mehr sein. Wir setzen auf einen Dreiklang aus Hightech-Materialien, Passform-Innovation und Schnitte.

Für Beschäftigte auf Baustellen ist die natürliche Flexibilität ihrer Hände bei der Arbeit wichtig. Durch dicke Materialien oder schlecht sitzende Passformen werden sie beim Tragen von Schutzhandschuhen eingeschränkt. Wer Rohrleitungen in Gräben schweißen muss, vom Hubsteiger oder vom Gerüst aus oder auf sehr engen Baustellen tätig ist, der möchte nicht schon beim Anziehen der Schutzhandschuhe vor einer Herausforderung stehen. Das steife Material einiger Schweißerschutzhandschuhe ist zwar sehr widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen, Spielraum für präzise Bewegungen lassen viele Modelle aber kaum zu. Bei winterlichen Temperaturen ist es ähnlich: Der Kranführer, der Maschinen per Fernbedienung steuert, hat bei Frost die Wahl zwischen warmen Fingern in dicken Handschuhen oder frierenden Fingern. Beides führt zu einem geringeren Maß an Kontrolle über die kleinen Hebel und Knöpfe. Einzige Alternative: Ständiges und somit zeitraubendes An- und Ausziehen der dicken Handschuhe.

Bei solchen Voraussetzungen sind Beschäftigte versucht, komplett auf Handschutz zu verzichten. Damit steigt die Verletzungsgefahr. Ausfalltage von Mitarbeitern ziehen für deren Arbeitgeber ebenso Kosten nach sich, wie die möglicherweise heikle Frage nach dem Versicherungsschutz.

Inzwischen liegt der Fokus bei uns als Hersteller darauf, die Fingerfertigkeit der Träger bei der Arbeit zu erhöhen: Indem sich die Handschuhe ergonomisch an die Struktur der Hand anpassen und sie in ihrer natürlichen Funktionsweise nicht beeinträchtigen, sinkt gleichzeitig das Unfallrisiko. Zum einen, weil der Handschuh dann gerne getragen wird und somit seine Schutzfunktion überhaupt erst erfüllen kann. Zum anderen, weil die Arbeitsmaterialien und Werkzeuge bei solchen Handschuhen besser in der Hand liegen.

Wir stellten fest, dass mit der Kombination aus Hightech-Materialien, Passform-Innovationen und Schnitten der vermeintliche Gegensatz aus Ergonomie und Sicherheit aufgelöst werden kann. Neben der Verwendung synthetischer Fasern mit multifunktionalen Eigenschaften ermöglichen neue technische Möglichkeiten individuelle Passformen, die sich optimal an die Handform des Trägers anpassen. Darüber hinaus kommen bei modernen Schutzhandschuhen spezielle Schnitte zum Einsatz, die Tragekomfort und Fingerfertigkeit deutlich erhöhen.

Materialien, Passform, Schnitte: Harmonischer Dreiklang für den Handschutz
Hightech-Fasern lassen sich speziell auf die Gefahrenquellen der einzelnen Einsatzbereiche abstimmen: Nomex etwa schützt vor Hitze, Thinsulate vor Kälte, Kevlar vor Schnitten und Kontaktwärme und High Density Polyethylene, sogenannte HDPE-Fasern, schützen vor scharfen Gegenständen. Coolmax-Fasern ermöglichen besonders atmungsaktive und weiche Handschuhe, die Feuchtigkeit nach außen transportieren und langfristig für trockene Hände sorgen. Die einzelnen Gewebearten können außerdem miteinander kombiniert und teilweise mit den Naturstoffen verarbeitet werden. Lederhandschuhe mit einem Innenstrickhandschuh aus Kevlar werden so zu Schweißerschutzhandschuhen. Die Möglichkeiten sind fast so vielfältig, wie Baustellen unterschiedlich sein können.

Eine in Kooperation mit den Hohenstein Instituten durchgeführte Vermessungsstudie lieferte Daten über das aktuelle Verhältnis von Handumfang zu Fingerlänge, Fingerumfänge und sogar dreidimensionale Form-Informationen. Das erlaubt einen höheren Grad der Individualisierung von Passformen. Weil sich aber vor allem für den sensiblen Bereich zwischen den Fingern nicht alle Materialien anpassen können, kommt dort der sogenannte Schichtelschnitt zum Einsatz. Ein Schichtel ist ein formgebender Materialeinsatz zwischen den Fingern, der es ermöglicht, den Handschuh optimal an die Ergonomie der Hand anzupassen. Zudem ahmen die Handschuhinnenflächen die Linien und Gelenke der Hand nach. Beides verbessert die Grifffestigkeit beim Umgang mit Materialien und Werkzeugen.

So lassen sich Schutzhandschuhe mit optimaler Passform und Ergonomie herstellen. Damit können Mitarbeiter auf Baustellen ihre Herausforderungen gelassener angehen – gut geschützt vor Hitze und Kälte, scharfen oder spitzen Gegenständen und dabei hohen Tragekomfort genießend.

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